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FWB plant einen Insel-Markt

Die Freie Wählergemeinschaft Barmstedt will eine neue Sommer-Veranstaltung am Rantzauer See etablieren – mit Kulinarischem, Kunsthandwerk und Musik.

Die Freie Wählergemeinschaft Barmstedt (FWB) will auf der Schlossinsel am Rantzauer See eine neue Veranstaltung etablieren: „Wir würden hier gern einen Inselmarkt initiieren“, berichtete Fraktionschef Peter Gottschalk im Gespräch mit unserer Zeitung. Er solle „eine Attraktion sein, die die Bürger aus Barmstedt und der Umgebung nach ihrem Feierabend hierher lockt“, sagte er. Gedacht sei der Markt – der von Mai bis September einmal monatlich oder wöchentlich an einem Freitag von 16 bis 20 Uhr stattfinden soll – als „lauschiger Treffpunkt während der Sommermonate“.

Auf dem Markt sollen etwa 15 verschiedene Stände mit regionalen Angeboten vertreten sein, sagte Mitinitiatorin Susanne Rattay. "Das könnten zum Beispiel Lebensmittel und Getränke, aber auch Kunsthandwerk sein." Auf jeden Fall solle der Markt "qualitativ hochwertige Produkte" bieten, die auch vor Ort verzehrt werden könnten. "Dazu werden wir Stehtische aufstellen und Sitzgelegenheiten schaffen", so Rattay.

Wichtig ist der FWB, dass die Gastronomen und Kulturschaffenden vor Ort in den Markt eingebunden werden. "Wir wollen auf keinen Fall eine Konkurrenz schaffen", betonte Gottschalk. Im besten Fall könnten das Museum, die Galerie Atelier III und das Café Schlossgefängnis sogar von dem Markt profitieren. "Wenn sie dann auch öffnen, zieht das bestimmt den einen oder anderen Besucher an."

Um eine entspannte Atmosphäre zu schaffen, solle der Inselmarkt auch musikalisch untermalt werden, sagte Mitinitiatorin Denise Ploetz. "Dafür könnten wir uns ein bis zwei Straßenmusikanten vorstellen." Überdacht werden solle der Markt nicht, sagte Gottschalk. "Das würde nicht zur Atmosphäre passen. Unter freiem Himmel ist es einfach schöner."

Die Kosten wären überschaubar, ist die FWB überzeugt. "Es wäre vor allem der Auf- und Abbau durch den Bauhof." Eventuell könnten zudem Zuschüsse über das Holsteiner Auenland oder ähnliche Vereine generiert werden. Auch Standgebühren seien als Einnahmequelle möglich. "Das überlegen wir uns aber noch", sagte Rattay. Auf keinen Fall sollen diese zu hoch sein. Für die Besucher wäre der Eintritt frei. "Die Menschen sollen sich wohlfühlen, wir wollen mit dem Markt kein Geld verdienen", betonte Gottschalk.

Die Schlossinsel sei "an sich immer ein Besuchermagnet, aber gefühlt kommen hier mehr Touristen als Einheimische her", sagte Rattay. Der neue Markt solle daher überwiegend letzteren etwas bieten - "als schöner Start nach dem frühen Feierabend ins Wochenende".

(Artikel aus der BZ vom 13.08.2020)